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Das Polar- oder Nordlicht, oder
wie es mit dem klangvollen lateinischen Namen für Morgenröte,
Aurora Borealis,
auch genannt wird, ist eines der eindrücklichsten
Naturphänomene am Himmel. Wer das faszinierende Schauspiel gesehen
hat, wird es kaum mehr vergessen. Die Farbenpracht, die Formenvielfalt, das überraschende
Erscheinen und Verschwinden,
die eleganten, sanften Bewegungen und die geheimnisvollen
Schwingungen sind so eindrücklich, man meint, das Lichtspektakel auch hören zu können.
Leider findet das Ereignis
vor allem in Polnähe statt, und es ist außerdem von der Laune der
Sonne, respek- tive von ihrer geomagnetischen Aktivität abhängig.
Mit skeptischer Erwartung haben wir für unsere kurze
Entdeckungsreise zum Nordlicht die kleine Ortschaft Sommaroy ausgewählt.
Die
norwegische Insel Sommaroya
liegt weit oben im Norden, oberhalb des Polar- kreises und und
ist
57 km von der nächsten Stadt Tromsö entfernt.
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Ein wunderschöner
Panoramablick auf die, zur Norwegischen See führende Bucht von
Sommaroy, mit dem markanten Felsen der Insel Haja im Hintergrund. "Haja"...
vielleicht weil der Fels wie eine Haifischrückenflosse aussieht?
Um das faszinierende Naturschauspiel erleben zu können, müssen drei unbeeinflussbare und kaum
voraussehbare Fakten stimmen:
Die Sonne muss aktiv sein, nur durch eine verstärkte Sonnenfleckentätigkeit werden elektrisch geladene Teilchen, in einem Sonnenwind zur Erde geschleudert und lösen
dann die eindrücklichen, fluoreszierenden Lichter aus. Der Blick zum Himmel
muss möglichst klar sein. Und wenn es hell ist, kann das Nordlicht
nicht gesehen werden. Dass da alles gleichzeitig zusammenpasst, vor
allem wenn man das Wetter im Norden kennt... das ist schon wirklich
eine Glücksache!
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Die Vorgeschichte |
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Wir warten auf das Nordlicht, auf die
gelieb- te Aurora... das "Verkehrsmittel" ist bereits eingeschneit...
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die Stative sind aufgestellt und
warten nur noch auf den Einsatz. Die Sonnenaktivität
ist vorhanden aber das Wetter macht
nicht mit.
Hinten sieht man
im Schneenebel noch das Dorf Sommaroy. |
Etwa alle 11 Jahre gibt es eine verstärkte
Sonnenfleckenaktivität. Dann sind beson- ders viele Auroras zu sehen. Wenn dann
die Sonneneruptionen noch explodieren,
sind die Polarlichter sogar bei uns in
der Schweiz zu sehen, wie dies im Jahr 1957 möglich war. Damals war ich 10 Jahre
alt
und habe
irgendwie mitbekommen, dass
am Himmel etwas Besonderes abgeht.
Und dass
das Nordlicht vor allem nachts stattfindet und dass für 10 Jährige recht- zeitig Nachtruhe angesagt
ist, auf jeden Fall... ich habe garnichts gesehen. Die Neugierde
war
aber geweckt... und es ist
ein unerfüllter Bubentraum geblieben. Bis
vor einem Jahr... da habe ich von einem Fotoreisekurs zum Polarlicht
erfahren und mich natürlich
sofort angemeldet.
5 Tage Polarlicht-Fotoreise in Tromsö,
und genau 5 Minuten haben wir es dann gesehen. Das Wetter hat es
nicht speziell gut mit uns gemeint. Aber ich habe es
gesehen, der
Appetit war geweckt... und
bin dabei endgültig mit dem
unheilbaren "Nordlichtvirus"
infiziert worden.
Ein halbes Jahr später... und diesmal hat
es
perfekt geklappt, bereits in der zweiten Nacht wurden wir mit einem starken Son- nensturm oder
besser, von einem gewalti-
gen Sonnenorkan
überrascht
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Meine erste, leider nur kurze, aber für meine
"Nordlichtlaufbahn" entscheidende Polarlicht- begegnung
vom 5. März 2011
Hier geht s zu
einer kleinen Reportage über die Fotoreise vom März 2011 in Tromsö>>>
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24./25. Oktober 2011
Der gewaltige Sonnensturm |
Für mich als "Polarlichtneuling"... ein solch gewaltiges Feuerwerk hätte
es, so
zum Einstand, nicht zwingend sein müssen. Mir wäre eigentlich ein "normales" Polarlicht, zum
Beispiel mit wehenden Schleier und fotogenen Lichtbänder, vor blauem
Sternenhimmel und über schneebedeckten Bergen, auch willkommen gewesen.Das Polarlicht vom 24./25. Oktober ist in der Northern Lights
Forecast mit einer Stärke 7 angegeben, wovon 9 das Maximum ist. Mit meinen wenigen 5 Minuten Polarlichterfahrung konnte ich das
überwältigende Ereignis und das allseitig grüne, sich bewegende Licht auf der Terrasse
vorerst nicht richtig einordnen. Rundherum nur
Hellgrün... wie unter einer Lichtdusche... Strukturen kaum
auszumachen... effektiv "Nordlichtüberflutet".
Im nachhinein habe ich erfahren, dass es sich bei diesem
Polarlicht um eines der Stärksten der letzten Zeit
gehandelt hat.
Es soll sogar zeitweise die maximale Stärke 9 erreicht haben.
Hier sind einige Reaktionen zum Polarlicht vom 24.-25. Okt.2011:
Das Ereignis war rund um den Polarkreis sichtbar und konnte in etwa 30 Bundesstaten der USA
und bis hinunter
nach Alabama gesehen werden. Sogar in Süddeutschland
konnte es fotografiert und gefilmt werden. Aus Internet-Berichten entnehme ich unter
spaceweather.com:
Das war eines der stärksten Nordlichter seit 2004. Das beste
Nordlicht dass ich je gesehen habe. Das ist die stärkste und schönste Aurora die ich je gesehen habe. Das war die hellste Aurora die ich je gesehen habe.
The most amazing aurora of my life. I`ve never seen red und purple Auroras with the naked eye befor tonight.
Außerdem haben viele skandinavische Beobachter zum ersten Mal ein rotes
und purpurenes Polarlicht mit bloßem Auge gesehen.
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Alles rundum im grellen Grün... Strukturen
kaum auszumachen... gibt es da
überhaupt etwas zu fotografieren... kann man eine
Wand fotografieren wenn man direkt davor steht? Oder wie heißt es
auch... vor lauter Bäume kann man den Wald nicht
mehr sehen! |
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Wieso erscheinen die Sterne vor den Lichterscheinungen?
Die Lichtbänder der Polarlichter bewegen sich dauernd und werden
wegen der längeren Belichtungs- zeit, die mehrere Sekunden dauern kann,
verwischt oder als Schleier abgebildet und sind daher durchsichtig. Die Sterne aber, sind in dieser
relative kurzen Zeit, fix am Firmament.
Und zur Morgendämmerung, zur Aurora, erscheint, so
als grandioses Schlussbukett, der Himmel mit einer sensationellen
Lichtshow in Rot, Grün und
Purpur |
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Hier geht s zu vielen Fotos
über eines der stärksten Nordlichter der letzten Zeit >>>
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Blick in die Höhe, zum Zenit, zur
Korona |
Es ist ein seltsames, außergewöhnliches und
sehr eindrückliches Gefühl wenn man direkt
unter einem Polarlicht steht und weiß, dass es hier
einige hundert Kilometer in die Höhe, zum optischen Zenit, hinauf geht. Die Leuchterscheinungen beginnen etwa
bei 100 Kilometer Höhe und können 200 bis 300 Kilometer oder
mehr, ins Weltall rauf reichen. Angeregte Sauerstoffatome leuchten in 100 km
Höhe grün, in ca. 200 km Höhe rot. Bei sehr starker geomagnetischer Anregung
von
Stickstoffatomen entsteht violettes oder blaues Licht.
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Mein kurzer Film, den ich aus
einzelnen Fotos zusammengestellt habe, zeigt in etwa auf, was da so in
höheren Sphären passiert, was für "wirre" Formen ineinander greifen und wie schnell so etwas abläuft. |
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Hier gehts zum Film >>> |
Zu weiteren Bildern vom Blick zum Zenit >>>
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26./27. Oktober 2011 Eine
überraschende Zugabe |
Für mich ist
"Etwas" immer noch unklar, die nachfolgenden Fotos sind auf
die Nacht vom 26./27.Oktober datiert. Wieso wird in
den Me- dien und im Internet nur das Polarlicht vom
24./25.Oktober erwähnt? War meine neue, sonst zuverlässige Kamera,
vom Sonnensturm so verwirrt, dass sie mir falsche Daten auf die Fotos
setzte? Oder liegt es an der Umstellung auf die "Winterzeit"... aber da
geht es ja nur um eine Zeitverschiebung von einer Stunde und nicht
um
einem ganzen Tag? Und wieso haben wir in der zweiten Nacht
kein Nordlicht gesehen... haben wir eventuell in die
die falsche Richtung geschaut? Vielleicht klärt sich
das irgend wann mal auf? Obwohl der Himmel leicht bedeckt war, steht die überraschende
Aurora dem Hauptsturm vom 24./25.Oktober in der Helligkeit und im
Farbenspektrum kaum nach. Sie war wohl kürzer, aber in Sachen Formen und
Effekte extrem aufregend, ein
Riesenchaos am Himmel! Weder mit dem Auge und schon gar nicht mit der Kamera, war das
Ganze irgendwie zu verfolgen. Überraschend und sehr schnell
sind leuchtende Bänder aufge- taucht, haben sich wild verformt und sind ebenso schnell und geräuschlos wieder verschwunden. Ein
"wüstes" Treiben... ein Treiben "wiä im Himmäl verussä"!. |
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Hier geht s zur Spezialseite mit Fotos
über turbulente Nordlichtstimmungen. |
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Impressum |
Hier geht s zur Nebenseite mit Informationen über
das Ziel der Seite, die Verantwortlichkeit und das Copyright, und zu
gesammelten,
informativen Links zu Homepages
über:
Sommaroy, seine Lage, Unterkunftsmöglichkeiten, die nähere Umgebung
und das Wetter.
Das Polarlicht, seine Entstehung und physikalischen Erklärungen,
mit Seiten
über
die Vorhersage und Statistiken.
Homepageberichte und Medienechos, speziell über das Polarlichtereignis vom 24./25. Oktober
2011.
Berichte und Adressen über
Nordlichtbeobachtungen in Deutschland und der Schweiz.
Zu Impressum und Tipps>>>
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